Freitag, 31. Juli 2020

Bonner Bürgerin seit über 9 Monaten in der Türkei unter Ausreiseverbot

Mindestens 66 Deutsche dürfen derzeit die Türkei nicht verlassen. Dazu gehört auch die Bonnerin Yüksel Weßling. Sie war im August 2019 wie jedes Jahr zuvor in die Türkei gereist. Diesmal lag ihr Bruder im Sterben. Bei der Ausreise am 14. Oktober wurde sie jedoch in Istanbul festgenommen. Ihr Name stand auf einer Liste zusammen mit über 500 weiteren. Ihr wurde u.a. vorgeworfen, im Frühjahr 2017 eine Veranstaltung gegen die Einführung des Präsidialsystems im Kölner DGB-Haus besucht zu haben. Nach 4 Tagen wurde sie freigelassen mit der Auflage, die Türkei nicht zu verlassen. Jetzt ist sie bei ihrer Schwester in Tunceli im Osten der Türkei und hat in diesen Tagen eine Anklageschrift erhalten
Die 65-jährige Sozialpädagogin hatte 25 Jahre bei der Stadt Hannover für die Integration von MigrantInnen, insbesondere mit Frauen und Kindern gearbeitet. Nun war sie in der passiven Altersteilzeit und wollte ihren Ruhestand in Bonn verbringen. In Hannover hatte sie beruflich viele Kontakte zu Migrantenorganisationen, darunter auch zu einem deutsch-kurdischen Verein. In ihrer Freizeit hat sie sich für die Menschenrechte engagiert und auch an Protestveranstaltungen gegen Unrecht in der Türkei teilgenommen. DER SPIEGEL berichtete im November 2019 über ihren Fall, ohne ihren Namen zu nennen.
Ihrem Anwalt liegt ein Schreiben der Stadt Hannover vor und auch ein Bericht ihrer Hausärztin. Frau Weßling war hier in regelmäßiger Behandlung und hat auch jetzt verschiedene gesundheitliche Probleme. Ihre Familie macht sich Sorgen, dass dieser Zustand noch länger anhalten könnte.
Sie besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft. Dem Auswärtigen Amt ist der Fall bekannt. Sie wird konsularisch betreut und die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass die vielen deutschen Staatsangehörigen in der Türkei „faire, rechtsstaatlichen und zügige Verfahren erhalten“. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes befinden sich zudem aktuell 59 Deutsche in Haft.
Wir wissen, wie schnell in der Türkei der Vorwurf „Terrorunterstützung“ erhoben wird und wie Gerichtsverfahren dort stattfinden. Daher bitten wir um dringliche Unterstützung. Es wird Zeit, dass diese Fälle in der deutschen Öffentlichkeit bekannt werden.
Lissi von Bülow,Beigeordnete Bornheim
Katja Dörner, MdB
Angelika Esch, Fraktionsvorsizende Rat Bonn
Michael Faber, Fraktionsvorsitzender Rat Bonn
Bernhard von Grünberg, MdL a.D.
Heike Keilhofer, GF Mieterbund Bonn
Prof.Dr.Klaus Kost
Peter Kox, GF Mieterbund Bonn
Heidi Merk,Landesministerin,stellv.Ministerpräsidentin Niedersachsen a.D.
Osman Okkan, WDR-Redakteur
Binatz Öztoprak,Stadtverordnete Bonn
Anton Rütten, Abteilungsleiter Integration a.D MAIS NRW
Dr.h.c. Herbert Schmalstieg, Oberbürgermeister Landeshauptstadt Hannover a.D.
Prof.Dr.Klaus Staeck, Künstler
Klaus Thüsing, MdB a.D.
Klaus Vater, Journalist
Günter Wallraff, Schriftsteller
Serdar Yüksel, MdL
Ein Gastbeitrag von Bernhard Felix von Grünberg, den ich Richard Brox in jeder Hinsicht nur unterstützen kann, muss und werde. Bitte Sie auch. Vielen Dank.

Samstag, 30. Juni 2018

Ralph Scheuermann

Am 30/06/2017 verlor ich meinen besten Wanderkollegen und Berberfreund an Leberkrebs.

In Erinnerung an Ralph Scheuermann.

Mein Buch ist ihm gewidmet. Das Buch über ein Leben als Vagabund. Seine Einsamkeit teilte ich, als wäre es auch die Meine - bis zu seinem Tod.

Ralph wurde als Einzelkind am 01/06/1957 in Mannheim geboren und wuchs im Ludwigshafener Stadtteil Oggersheim auf. Ralph studierte mit Abschluss in Heidelberg und wurde 1999 aufgrund von familiären Schicksalschlägen obdachlos.

Ich lernte ihn 2001 im Haus St. Martin in Ludwigshafen kennen.
Eine Bekanntschaft unter vielen aus der im Lauf der kommenden Jahre eine Freundschaft entstand die als solches viel mehr wert war, wir wurden zu Brüdern, Brüder die wir beide nie hatten.

Mit ihm verlor ich einen wertvollen und unschätzbaren Teil meines Leben als Obdachloser ohne festen Wohnsitz.

Einen besseren Kameraden hat ich nie.

Ralph wurde am 01/09/2017 auf dem Waldfriedhof in Schifferstadt (Süd) beerdigt. Seine letzte Ruhestätte ist im H-Feld, Abteilung 3/40.

Danke Ralph, das es Dich gab. Du hast mir die Augen geöffnet. In ewiger und guter Erinnerung. Ruhe in Frieden mein Bruder.






Dienstag, 8. Mai 2018

Impressum, Kontakt.

Helmut Richard Brox

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kurpfaelzerwandersmann@web.de 

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Keine Spendenannahme.
Keine Spendenweitergabe.
Lesungen nur noch in Ausnahmefällen.
Auskunft, Beratung, Vermittlung im Notfall.

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Gesellschaftsverweigerer.
Nicht Bindungsfähig.
Kein Familienmensch.
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Nur Bioprodukte.
Kein rotes Fleisch.

Einsiedler.
Resilient.
Vagabund.
Misanthrop!